Tag Archives: Zitat

For what we thought was lost at last is found

Und es ist doch noch passiert. Nach über zwei Jahren bin ich durch puren Zufall in der Bib auf ein Buch gestoßen, in dem etwas steht, was ich gesucht habe. Aus dem Augenwinkel fiel mir nur der Buchrücken auf, und nicht einmal der Titel ließ erahnen, was darin zu finden sein würde (denn der Titel hat imho mit dem Inhalt nichts zu tun).

Ein gutes Gefühl, dass man endlich mal Tacheles reden und sagen kann: »X hat in ihrem Werk ein Y vorgestellt«, statt zu spekulieren, dass wohl höchstwahrscheinlich irgend jemand mal etwas von einem Y erwähnt hat, ohne konkrete Belege geben zu können.

Ich sollte öfter in die Bib gehen, spontan Bücher an randomisiert ausgewählten Stellen aus dem Regal ziehen und zitieren 😉

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Gute wissenschaftliche Praxis. Nicht.

Es nervt ungemein, wenn Autoren zu superwichtigen Punkten in in ihren Werken andere Publikationen von sich zitieren, die nirgends zu finden sind, und hinter denen man stundenlang hersuchen muss, nur um herauszufinden, dass sie in der beschriebenen Art und Weise nie veröffentlicht worden sind (weil von der Zeitschrift abgelehnt, usw.). Was ist denn das für eine schlechte wissenschaftliche Praxis?

Da wird in der bibliografischen Angabe von einem Buch geredet, in dem dieses Werk angeblich enthalten sein soll (nicht mal ein Proceedings-Band, nein, ein richtiger Sammelband), und dann gibt es darin kein Kapitel dieser Autoren, und erst auf Nachfrage bei der Putzfrau der Schwester des Viert-Koautors erfährt man so etwas wie »Hm ja, da war mal geplant, darüber nachzudenken, da was einzureichen, aber es hat sich dann nicht ergeben.« Warum bitteschön fügt man das dann als Referenz in andere Werke ein, wenn es nur geplant ist, und man noch nicht einmal einen ersten Entwurf davon hat?

Ich kann so nicht arbeiten!

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Made my day: Gender disclaimer

Diese Erklärung zur Art und Weise des Genderns »made my day«. :)

For the sake of readability, I will exclusively use male pronouns when referring to individuals who may as well be female as they may be male. I believe, in a work like this, cognitive capacity is better spent on understanding a sentence’s meaning than on the also important reminder of the falseness and injustice of male prototypes forming mental representations of descriptions using this admittedly unfortunate and biasing diction.

Nevertheless, I apologize to anyone who does not accept this explanation as satisfactory and might feel offended or segregated.

Mertes, C. (2008). Multimodal Augmented Reality to Enhance Human Communication. Diploma Thesis, Universität Bielefeld. p. i.

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Mendeley und crossrefs?

Ist jemand mit Mendeley–Erfahrung da draußen? Ich nutze diesen Service im Grunde gern, weil er in vielen, vielen Bereichen unglaublich praktisch ist. Aber dann und wann sind da Dinge, die so, wie ich sie mit Bibtex-Hintergrund erwarte oder mir denke, einfach nicht zu gehen scheinen…

Aktuell habe ich folgendes Problem: Ich möchte vier einzelne Kapitel (von unterschiedlichen Autoren) zitieren, die in ein und demselben Buch enthalten sind. (Und ja, ich muss diese Kapitel einzeln zitieren, aus Gründen. Eine Angabe fürs ganze Buch reicht daher nicht aus.) Gibt es in Mendeley irgendeinen Weg, wie ich Angaben zu den vier Kapiteln aus demselben Buch effizient eingeben kann — also ohne, dass ich die globalen Buch-Infos viermal eingeben (und bei Korrekturen auch viermal korrigieren) muss? Also quasi so etwas wie einen Crossref-Mechanismus wie in Bibtex?

Oder, wenn das nicht geht: Gibt es zumindest irgendwo eine Möglichkeit, meine Einträge zu duplizieren, so dass ich wenigstens die Kerndaten nicht jedes Mal komplett neu copy-pasten muss?

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Auflagenkomplikationen

Die Welt der wissenschaftlichen Publikation ist eine wahrlich wundersame. Ich befasse mich mit einem Forschungsgegenstand, nennen wir ihn mal x, und nun habe ich hier eine Textpassage, in der behauptet wird, eine Aussage P(x) (die ich gut gebrauchen kann) sei in einem anderen Werk zu finden. Ich schaue in jenem Werk nach, finde aber besagte Behauptung nicht, so sehr ich auch suche — bis ich irgendwann bemerke, dass ich eine neuere Auflage vorliegen habe. Und viola! (wie Kelly Bundy sagen würde): In der angegebenen Auflage wird P(x) tatsächlich behauptet, alle Auflagen danach jedoch schweigen sich darüber aus.

Nun ist die Frage: Kann oder darf ich das als ein implizites Zurücknehmen der Behauptung aus früheren Auflagen interpretieren? Und kann oder darf ich die zuvor getroffene Aussage P(x) verwenden, obwohl ich weiß, dass sie in neueren Auflagen nicht mehr vorkommt, jedoch auch nicht explizit widerrufen wird?

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Today I rant about: Anglocentrism

Please have a look at the following quote (from Sotillo, Susana M.: Corpus Linguistics. In Strazny, Philipp (ed.): Encyclopedia of Linguistics. New York: Fitzroy Dearborn 2005, p. 246):

Dear Ms Sotillo, if I may be so frank to enlighten you: Yes, non-English corpora do exist. In fact, there is also some research going on in the field of linguistics that does not take place in the USA (not even in the Americas), and that even has some languages other than English as its subject. Of course, these do not rate a mention, according to your ingenious classification system consisting of the glorious language triad of AE, BE, and Other-E. — Not even to mention your restriction (1) to text corpora and (2) to only three types of text corpora, silently ignoring, besides others, parallel and learner corpora.

»Corpora also exist for languages other than English«? Seriously, how narrow-minded is such a statement in a scientific publication? The author of an article in an »encyclopedia of linguistics« (thus probably at least a post-graduate) can be expected to produce an article that isn’t as anglocentric and ignorant of the rest of the world as this piece of crap.

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Von Messlatten und vom Augenmaß

Warum erlebe ich eigentlich immer solche Klopper?

Eben bei IKEA in der Warenhalle, bei den Küchenutensilien. Ein junges südländisches Pärchen Mitte Zwanzig — sie unscheinbar, er muskulös, aber etwas zu mollig für das dünne, enge weiße H&M-Longsleeve — stöbern bei den Behältern herum. Sie machen Halt an einer Grabbelkiste mit billigem Tupper-Imitat in vielen verschiedenen Größen.

Sie: Ey guckstu, Orhan, 20-Zentimeter-Dose is in Angebot!
Orhan: (guckt in die Grabbelkiste) Ja, aber welsche is das?
Sie: Weiß nisch… (Pause, vergleicht unentschlossen einige Dosen verschiedener Größen) Soll isch Papier-Lineal holen?
Orhan: Nee, voll nisch, is zu weit weg. Warte mal.

Orhan nimmt ein Exemplar von jeder Dose, hält sie sich einzeln prüfend vor den Schritt und guckt konzentriert nach unten. Schließlich:

Orhan: Hier, nimmst du die, is zwanzisch Zentimeter.
Sie: (guckt die Dose an, versteht, welche »Heuristik« er soeben angewandt hat, und sagt mit zweifelnder Stimme) Sicher?!?
Orhan: (sieht sie böse, fast beleidigt an) Ja, Mann! Sischer! Hier nimm.

Sie nimmt die Dose, wartet, bis Orhan einen Gang weitergegangen ist, greift konsequent nach einer Dose der nächstgrößeren Größe, tut sie in den Einkaufswagen und folgt Orhan.

Ich bin inzwischen zu Hause und muss immer noch unkontrolliert in mich hineinlachen…

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Unverbesserliche Sophia

Sophia Petrillo, um genau zu sein. Oh Mann, ich liebe diese kleine knorrige Frau, was verwunderlich ist, da sie ja eigentlich nur eine fiktive Person ist. Aber es ist halt doch irgendwie so, als kenne man sie persönlich. Wohl, weil die Autoren der Golden Girls einfach die richtige Essenz der Mischung aus Starrsinn, Schrulligkeit und Weisheit in diese Rolle gesteckt haben. Kein Wunder, dass Estelle Getty (Gott hab sie selig) Preise für diese Rolle gewonnen hat.

Manchmal kann man sich aber auch nur einfach für ein paar Stunden in die Ecke werfen, etwa bei Sprüchen wie diesen (zum Zusammenhang: Wir befinden uns im Wartebereich in einem Krankenhaus):

Dorothy:
Ma, where have you been?
Sophia:
I always think it’s nice when you’re in a hospital to walk around and cheer people up.
Dorothy:
That’s nice, Ma.
Sophia:
So after I had my prescription filled, I walked up to geriatrics and sang Anything You Can Do I Can Do Better.
Dorothy:
Ma!
Sophia:
What a tough crowd! They threw Jell-O at me! — If you can call that throwing.
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My favorite pick-up line

I know I look square, but I’m like my father’s tractor. I take a while to warm up, but once I get going I can turn your topsoil till the cows come home.

(Rose, Golden Girls 1.5)

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Wise words about homosexuality

This says it all, doesn’t it? For those who still need an introductory primer on that subject: Watch the Golden Girls. ^^

Blanche:
I don’t really mind Clayton being homosexual, I just don’t like him dating men.
Dorothy:
You really haven’t grasped the concept of this »gay thing« yet, have you, Blanche?
Blanche:
Well there must be homosexuals who date women.
Sophia:
Yeah. They’re called lesbians.

via http://www.imdb.com/title/tt0088526/quotes?qt0385899

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