Tag Archives: Uni

Awkward Denglisch

Es gibt also an der Universität Bielefeld einen sogenannten »Bielefelder Poet in Residence«. Wirklich? Muss das so heißen? »Bielefelder Poet in Residence«? Hätte man nicht wenigstens einen Namen finden können, der nur in Deutsch oder gern auch nur in Englisch gehalten ist? Wenigstens doch ein Bildungsinstitut sollte dazu in der Lage sein. (Wenngleich es ja schon selbst seine Studierenden nicht mehr sind…)

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Heiße Luft mit krassen Termen

Wieder mal so ein toller Artikel in der Poolpropaganda:

[Die Autorin] stellt die Frage, ob das queere Anliegen einer Pluralisierung geschlechtlicher Positionen in eine ungewollte Passfähigkeit zu den Erfordernissen postfordistischer Produktion geraten ist. Soiland vertritt die These, dass die queere Kritik am Feminismus die Benennung der Anliegen von Frauen und ihre nach wie vor bestehende kollektive Betroffenheitslage ebenso wie die Artikulation eines feministischen Kollektivs verhindert.
Poolpropaganda, 7. Jahrgang, 18. KW, 14

Hääää? Selbst ich, der ich gern lange, komplexe Sätze schreibe, musste dieses Monstrum erst mehrmals lesen, um überhaupt die Chance zu haben, durchzusteigen. Offensichtlich unterliegt der Autor (oh Verzeihung!) das textproduzierende Wesen (ist das so wohl gegendert genug?) dem Irrtum, dass besonders komplex gedrechselte Sätze mit möglichst vielen Fremdwörtern gleichbedeutend sind mit besonders hoher Wissenschaftlichkeit. Dem ist nicht so — im Gegenteil. Solche Sätze sind es, bei denen ich mal wieder akute Antipathie kriege, angesichts einer solchen Inselbildung, einer Einigelei in einen exklusivistischen Elfenbeinturm von anwendungsfernen Theorien, die aus nichts weiter bestehen als heißer Luft und aus konstruierten Phrasen mit der maximal möglichen Anzahl an Fremdwörtern.

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Spring 2011 (1)

Es ist Frühling. Und ich sitze das erste Mal draußen in der Sonne, bereite mein Seminar vor und habe endlich das erste Mal seit Wochen nicht fünf Dinge, die ich alle auf einmal machen muss. Es ist herrlich! Ich esse Ananas, bis mein Mund von der Säure wehtut, und ich schreibe Folien in Scrivener, die dann über Markdown und LaTeX zu wunderhübschen Beamer-Präsentationen mit dem tollen Lato-Font von Google Web Fonts zusammengehäkelt werden. Kann das Leben schöner sein? 😉

Spring 2011 (2)

Nebenbei erwähnt: Es trägt sehr zur Belustigung bei, dass die Nachbarn, die sich über den Winter bis dato unbeobachtet fühlten, es sich jetzt wohl zweimal überlegen werden, ob sie nackend an ihrem Panoramafenster vorbeilaufen, oder barbusig die Wäsche von der Leine auf dem Balkon holen. Allein schon das erschreckte »huch!« der doch etwas korpulenten jungen Frau made my day. 😉

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Schreiwerbung fürs FameLab

Der Newsfeed der Uni Bielefeld verkündet in bester Manier einer BILD-»Zeitung« folgende frohe Botschaft: »200 Euro für sechs Minuten! FameLab NRW belohnt die schnellsten Anmeldungen!«

Liebe Uni, kann es vielleicht sein, dass da einfach keiner mitmachen will, und dass die Abneigung nur umso größer wird, je mehr diese komische Veranstaltung derart marktschreierisch-krampfhaft beworben wird? Denk mal drüber nach.

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Der gemütliche Protest

Ich komme auf meinem Arbeitsweg ja nun mehrmals täglich an dem Protestcamp an der Uni Bielefeld vorbei, und frage mich jedes Mal mehr und mehr, was dort eigentlich stattfindet, bzw. worin genau der Protest liegt. Denn Protest ist beispielsweise laut dem DWDS

Äußerung, Bekundung des lebhaften Mißfallens über etw., jmdn., mit dem man nicht einverstanden ist

Äußerung? Bekundung? und vor allem lebhaft? Mitnichten! Ich sehe dort jedes Mal nur Continue reading

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Rezension: Die Bielefeld-Verschwörung

Mittwoch waren wir im Kino, um das für OWL wichtigste Machwerk der letzten 10 Jahre anzuschauen: »Die Bielefeld Verschwörung«. Man möge mir verzeihen, wenn ich den Titel geringfügig abändere und das Deppenleerzeichen entferne.

Mir sind während des Films und danach verschiedene kleine Mini-Zusammenfassungen eingefallen, die den Film schon ganz gut, aber dennoch nicht komplett wiedergeben, so beispielsweise »Der Da Vinci Code von OWL« oder »Die drei männlichen Engel für Wanstohn«. Ich will aber auch keinen kompletten Durchmarsch durch Handlung und Charaktere vornehmen, daher im Folgenden nur mehr ein paar Stichpunkte: Continue reading

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Rosa Formular, braunes Formular, grünes Formular…

Zweimal im Jahr jauchze ich vor Freude, nämlich immer dann, wenn ich meinen Vertrag für die Tutorentätigkeit im folgenden Semester ausfüllen darf. Ich hole mir beim Dekanat einen Stapel von Formularen, Listen und Scheinen ab, die ich dann genüsslich zuhause ausfülle. Nicht nur, dass ich diese Formulare jedes halbe Jahr komplett neu ausfüllen muss, denn die Tutorentätigkeit erstreckt sich ja nur über den Vorlesungszeitraum, so dass ich dank der gesunden deutschen Bürokratie jedes Mal als Arbeitnehmer ab– und ein paar Wochen später wieder angemeldet werde. Nein, ich darf auch noch viele Angaben mehrfach machen.

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