Tag Archives: Essen

Käsegate?

Als ich gestern in Herford war, kam ich bei einer dort recht beliebten Bäckerei vorbei und sah ein Angebot über sogenannte »vegetarische Käsebrötchen«, für etwa 1,60€ (auf den Cent genau weiß ich es nicht mehr). Dieses Schild stand zwischen denjenigen für Käsebrötchen und Käsestangen, und da diese Filiale Continue reading

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Kulinaria

So, gleich gibt es Variationen vom Stäbchenfisch auf einem Bett aus Épinard à la Crème, an einem Arrangement aus Pommes Juliennes. Ein Gedicht!

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(Fast) selbstgemachte Tom Yum Goong

Tom Yum Goong

Mit nur minimalen Hilfsmitteln aus dem Real gestern fast selbst gezaubert. Selbst für Herrn Wittler schon punktuell zu pikant. 😉

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Klarstellung – vegan: gern, Wahn: nein

Da mich jetzt ja doch der eine oder andere wegen meiner veganbezogenen Posts kontaktiert hat, möchte ich noch mal folgendes klarstellen:

Ich habe nichts gegen Veganer, und ich respektiere jeden, der (aus welchem Grund auch immer) so lebt. Diejenigen, die aus Gründen der Tierliebe und der Ablehnung von Massentierhaltung vegan leben, haben meine volle Unterstützung.

Ich bin also nicht gegen Veganer, aber ich bin gegen veganen Wahn. Ich bin dagegen, dass ich penetrant und auf unterem Niveau genervt werde, warum ich denn so lebe, wie ich lebe, und ob ich denn gar kein Mitleid mit den ganzen Tieren habe. Ich bin ein erwachsener, gebildeter Mensch, und ich traue mir durchaus zu, dass ich mich selbständig informieren kann, und eigene Entscheidungen treffen kann. Missionierung wird daran auch nichts ändern. Übrigens interessant, dass viele dieser Personen einerseits Religiosität einerseits ablehnen, sich bezogen auf ihren Veganismus aber schlimmer aufführen als der penetranteste Mormonen-Missionar.

Zweitens: Wenn ihr eure Überzeugung mit wissenschaftlichen Untersuchungen untermauern wollt, zeugt es nicht von wissenschaftlicher Praxis, nur eine oder wenige Studien anzugeben, und andere mit davon abweichenden Ergebnissen zu verschweigen. Es wäre also schön, wenn ihr nicht nur darauf hinweist, dass bei der Gewinnung von Kuhmilch mehr schädliche Gase entstehen als bei einer vergleichbaren Menge von Sojamilch, sondern auch auf den etwa vier mal so hohen Wasserbedarf von Soja, die Bodenbelastung durch intensiven Nährstoffentzug in Soja-Monokulturen, die Vertreibung und Enteignung von Landbesitzern zur Schaffung von zusätzlichen Soja-Anbauflächen, um möglichst profitabel auf den Soja-Zug aufzuspringen, und all solche Sachen.

Auch möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass es mit der ach so angepriesenen Toleranz ganz schnell vorbei geht, wenn es um Leute geht, die unter der Veganisierung des Alltags leiden müssen – beispielsweise Leute mit Soja-Intoleranzen. Ein Beispiel: Die Uni-Mensa des Studentenwerks Bielefeld hat immer mehr auf sojabasierte Alternativen zu Milchprodukten umgestellt. So gibt es viele Eintöpfe jetzt mit Sojasahne statt Kuhmilch-Sahne. Wenn man nun aber Kritik äußert oder sich nach Alternativen erkundigt, dann wird man schnell feststellen, dass es im standardisierten Workflow der Mensa keine gibt – wenn das Problem überhaupt als solches akzeptiert wird, und man nicht abgespeist wird mit Argumenten à la »für so einen geringen Teil der Bevölkerung können wir nicht noch Alternativen anbieten«.

Also bitte: ich bin nur gegen Missionierung und unwissenschaftliche Diskussionen, nicht gegen Veganismus. Und ich würde mir etwas mehr Toleranz gegenüber Menschen wünschen, die sich ernsthaft mit der Thematik auseinandergesetzt haben und dann aber halt doch bei einer nichtveganen Lebensweise geblieben sind. Toleranz sollte auf Gegenseitigkeit beruhen, sonst ist sie sinnlos.

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Soja-Hype — nicht immer erste Sahne

Menschen mit Sojaunverträglichkeit (ja, auch die gibt es) haben es in dieser Gesellschaft schwerer und schwerer — und speziell in der Mensa der Uni Bielefeld. Soeben las ich im aktuellen Speiseplan:

Bäuerinsuppe mit  Sojasahne(V,L,G), wahlweise mit Bockwurst(2,3,8,G)oder gebratenem Soja(V,L,G) oder Obst(G)
Brötchen(V,L)

Tun die jetzt an alles Soja-»Milchprodukte«, wo vorher Kuhmilchprodukte drin waren? Mal ehrlich, muss das sein, wenn es schon ein vegetarisches (donnerstags sogar veganes) Gericht gibt?

Und ja, bevor das jetzt als Kommentar kommt: Man schmeckt einen Unterschied, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Und mir schmecken Produkte mit Sojasahne nicht so gut wie mit Sahne aus Kuhmilch.

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Bachelor Party!

Es scheint so, als sei ich am 31. März auf einen Junggesellenabschied nach Philadephia eingeladen. Oder (was wohl wahrscheinlicher ist) es hat jemand einen Buchstaben in einer Emailadresse vergessen und somit aus Versehen an mich anstatt an irgend einen »J. P. Menke« geschrieben.

Wie auch immer, seit ein paar Wochen bekomme ich immer mal wieder Mails bezüglich der Planung einer bachelor party. Erst dachte ich, es handelt sich um eine kreative Form von Spam, aber das ist inzwischen doch recht unwahrscheinlich, da so viele Leute in recht authentischer Art an den Planungen teilnehmen.

Ich habe zweimal geantwortet (erst nur dem Organisator, dann allen) und mitgeteilt, dass ich sicherlich keinen von ihnen kenne, es sich wohl um eine Verwechslung handle, und dass ich gern aus dem Verteiler ausgeschlossen würde, da mich ja die bachelor party nicht wirklich angeht und interessiert. Hat aber niemand drauf reagiert. Darum verfolge ich das mal nebenbei weiter. Scheint ja ein ganz netter Abend zu werden. Am Anfang fahren »wir« alle mit einer Limo und saufen uns schon mal initial die Hucke voll. Dann geht’s ins Restaurant. Erst stand Ralph’s Restaurant zur Wahl, dann wollte man wohl eher zu dem etwas exklusiveren Fogo De Ciao umschwenken. Was genau an einer All-You-Can-Eat-Flatrate ab $50 exklusiv sein soll, verstehen wohl aber auch nur US-Amerikaner, die sich schon in der Limo einen hinter die Binde gekippt haben.

Danach will man noch Party machen — dazu gab es aber noch keine detaillierten Informationen, daher bin ich mal gespannt, was da noch kommt und werde das in einem Nachfolge-Post dokumentarisch festhalten.

Vorausgesetzt, sie haben mich jetzt nicht doch auf einmal aus dem Verteiler gestrichen.

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Paradoxa des Alltags: Knubbel im Saitling

Würstchen sind schon eine komische Sache. Niemand außer Fleischern weiß so wirklich, was drin ist, und was damit vom Tier bis zum Brät so alles passiert. Und auch der Saitling ist eigentlich etwas, bei dem man sich mehrmals überlegt, ob man es wirklich essen will, sobald man genauer nachliest, was es wirklich ist.

Es gäbe also Gründe genug, diese Dinger nicht zu verzehren. Trotzdem esse ich Wiener Würstchen und Bockwürste immer wieder gern mit großem Appetit — allerdings nur genau bis zu dem Zeitpunkt, wo ich so einen komischen Knubbel entdecke, der seitlich aus dem offensichtlich aufgerissenen Darm herausgequollen und beim Garvorgang leicht hart geworden ist. Genau ab dieser Entdeckung habe ich kaum noch Appetit auf diese Dinger, obwohl das Zeug im Knubbel ja nichts anderes ist als das, was in der Wurst ist.

Ist das nicht seltsam, dass man diese Dinger trotz besseren Wissens ohne Bedenken isst, und dann erst von solch einer Belanglosigkeit davon abgehalten wird?

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