Tag Archives: Bielefeld

Bubble Tea

Bubble Tea

Ich würde ja gern mal wissen, ob der jetzt in Bielefeld unter dem Jahnplatz erhältliche Bubble Tea wenigstens authentisch so seltsam-freakig schmeckt wie der, den ich letztes Jahr in Tokyo hatte, oder anders seltsam-freakig.

Aber ich traue mich nicht so wirklich an den Stand heran. Das Publikum sieht schon recht speziell aus.

Von Messlatten und vom Augenmaß

Von Messlatten und vom Augenmaß

Warum erlebe ich eigentlich immer solche Klopper?

Eben bei IKEA in der Warenhalle, bei den Küchenutensilien. Ein junges südländisches Pärchen Mitte Zwanzig — sie unscheinbar, er muskulös, aber etwas zu mollig für das dünne, enge weiße H&M-Longsleeve — stöbern bei den Behältern herum. Sie machen Halt an einer Grabbelkiste mit billigem Tupper-Imitat in vielen verschiedenen Größen.

Sie: Ey guckstu, Orhan, 20-Zentimeter-Dose is in Angebot!
Orhan: (guckt in die Grabbelkiste) Ja, aber welsche is das?
Sie: Weiß nisch… (Pause, vergleicht unentschlossen einige Dosen verschiedener Größen) Soll isch Papier-Lineal holen?
Orhan: Nee, voll nisch, is zu weit weg. Warte mal.

Orhan nimmt ein Exemplar von jeder Dose, hält sie sich einzeln prüfend vor den Schritt und guckt konzentriert nach unten. Schließlich:

Orhan: Hier, nimmst du die, is zwanzisch Zentimeter.
Sie: (guckt die Dose an, versteht, welche »Heuristik« er soeben angewandt hat, und sagt mit zweifelnder Stimme) Sicher?!?
Orhan: (sieht sie böse, fast beleidigt an) Ja, Mann! Sischer! Hier nimm.

Sie nimmt die Dose, wartet, bis Orhan einen Gang weitergegangen ist, greift konsequent nach einer Dose der nächstgrößeren Größe, tut sie in den Einkaufswagen und folgt Orhan.

Ich bin inzwischen zu Hause und muss immer noch unkontrolliert in mich hineinlachen…

Der Felix, die Anni und das Virgino

Der Felix, die Anni und das Virgino

In meinen Google Alerts, die ich mal nebenbei für das Projekt »Linguistic Networks« aufgesetzt habe und seitdem dann und wann mal sichte, landen seit einigen Tagen immer wieder Personen-Übersichtsseiten von so fragwürdigen Services wie yasni.de und Konsorten. Diese Dienste sammeln sich datenkrakenartig alles, was sie im Internet finden können und was auch nur ansatzweise nach personenbezogenen Informationen aussieht und erstellen dann besagte Personen-Übersichtsseiten, die dann geballte Linksammlungen darstellen. Wenn diese Systeme richtige Personen gefunden haben, und wenn sie auch den Namen die entsprechenden Identitäten richtig zuordnen können, dann haben diese Seiten eine Macht und einen Informationsgehalt, den ich gar nicht abschätzen kann und will — sei es zum Guten oder zum Bösen. Read the rest of this entry

Schreiwerbung fürs FameLab

Schreiwerbung fürs FameLab

Der Newsfeed der Uni Bielefeld verkündet in bester Manier einer BILD-»Zeitung« folgende frohe Botschaft: »200 Euro für sechs Minuten! FameLab NRW belohnt die schnellsten Anmeldungen!«

Liebe Uni, kann es vielleicht sein, dass da einfach keiner mitmachen will, und dass die Abneigung nur umso größer wird, je mehr diese komische Veranstaltung derart marktschreierisch-krampfhaft beworben wird? Denk mal drüber nach.

Der gemütliche Protest

Der gemütliche Protest

Ich komme auf meinem Arbeitsweg ja nun mehrmals täglich an dem Protestcamp an der Uni Bielefeld vorbei, und frage mich jedes Mal mehr und mehr, was dort eigentlich stattfindet, bzw. worin genau der Protest liegt. Denn Protest ist beispielsweise laut dem DWDS

Äußerung, Bekundung des lebhaften Mißfallens über etw., jmdn., mit dem man nicht einverstanden ist

Äußerung? Bekundung? und vor allem lebhaft? Mitnichten! Ich sehe dort jedes Mal nur Read the rest of this entry

Rezension: Die Bielefeld-Verschwörung

Rezension: Die Bielefeld-Verschwörung

Mittwoch waren wir im Kino, um das für OWL wichtigste Machwerk der letzten 10 Jahre anzuschauen: »Die Bielefeld Verschwörung«. Man möge mir verzeihen, wenn ich den Titel geringfügig abändere und das Deppenleerzeichen entferne.

Mir sind während des Films und danach verschiedene kleine Mini-Zusammenfassungen eingefallen, die den Film schon ganz gut, aber dennoch nicht komplett wiedergeben, so beispielsweise »Der Da Vinci Code von OWL« oder »Die drei männlichen Engel für Wanstohn«. Ich will aber auch keinen kompletten Durchmarsch durch Handlung und Charaktere vornehmen, daher im Folgenden nur mehr ein paar Stichpunkte: Read the rest of this entry