Category Archives: Filme

Digitale Filme sind eigentlich total okay.

Vor ein paar Tagen machte der Raubkopier-Blogbeitrag von Uarrr die Runde. Ich will gar nicht in die Diskussion einsteigen, aber folgende Aussage in dem Beitrag fand ich doch irgendwie bemerkenswert, weil seltsam:

Ernsthaft, ich zahle keine fünf Euro um mir einen Film digital auszuleihen und ihn dann nur innerhalb von 48 Stunden gucken zu dürfen. Das ist total bescheuert. Und ich kaufe auch keinen Film digital, für den Preis einer DVD, das ist noch erheblich bescheuerter.

Ich sehe es genau andersrum. Digitale Filme sind praktischer als DVDs. Sie nehmen keinen Platz im Regal weg, sie können keinen physischen Schaden nehmen (auch nicht über den Umweg der Festplatte, wenn man ein einigermaßen vernünftiges System zur Datensicherung sein eigen nennt), und ich muss nicht erst langwierig in den Laden gehen, um sie zu kaufen oder zu leihen. Wenn ich an einem kalten, nassen Herbstabend zuhause bin und Lust auf einen Film habe, kann ich ihn mir einfach aus dem Netz laden. Natürlich habe ich dann eine kleine Wartezeit, aber dafür kann ich auch Filme vor-laden und sie für mehrere Wochen auf der Platte liegen haben, denn die Frist von 48 Stunden beginnt erst, sobald ich den Film zu sehen beginne. Ich muss dann weder den Weg zu einer Videothek auf mich nehmen, noch muss ich mich auf postbasierte DVD-Verleihe verlassen, die mir Filme erst dann senden, wenn ich den vorigen zurückgeschickt habe, und die mir evtl. dann noch nicht mal den Film schicken, den ich gern haben will.

Und auch fünf Euro habe ich noch nie für einen Leihfilm bezahlt. Das mag sein, wenn man unbedingt die allerneusten Blockbuster in HD sehen will, aber diese Filme kann ich genauso und unverändert auch ein paar Tage später für einen geringeren Preis bekommen.

Diese Begründungen zählen also nicht, wenn man für den illegalen Download von Medien argumentieren will. Jedenfalls nicht für mich: iTunes und digitale Filme sind aufgrund des nur geringen preislichen und aufwandsbezogenen Unterschieds eine sehr gute Alternative zum illegalen Download. Wer das anders sieht, ist herzlich eingeladen, seinen Kommentar abzugeben.

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Verwirrt durch eine Hexe

Fazit: Den Film »Verliebt in eine Hexe« muss man nicht unbedingt sehen. Besonders dann nicht, wenn man die Serie nicht kennt. Und selbst wenn man sie kennt, gibt es doch zu viele Ungereimtheiten aufgrund der seltsamen Mehrebenenerzählung, die zwar gewollt, aber nicht wirklich gekonnt (und oft nur ansatzweise und inkonsequent) umgesetzt wurde. Und dazu kommt noch, dass Will Ferrell der unlustigste Mensch ist, den ich seit langem erlebt habe.

Louise Edlind

Nicole Kidman hingegen ist wirklich sympathisch und süß in ihrer Rolle, sie erinnert mich sogar ein bisschen an Louise Edlind, die Darstellerin der Malin in Astrid Lindgrens »Vi på Saltkråkan« (rechts; Bild von hier).

Dennoch ist das unterm Strich ein Film, den man einmal guckt und dann doch irgendwie froh ist, dass er vorbei ist — wobei man sich gleichzeitig fragt, ob diese lahmen 15 Minuten wirklich das Ende waren, denn im Grunde waren sie so lasch wie die 80 davor, und haben keinen wirklichen Spannungsbogen gehabt.

Allerdings denke ich mal, ich werde mir dann doch irgendwann mal die Serie antun. Rein aus Interesse, ob ich dann nicht vielleicht doch klarer sehe. 😉

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Trypaphobia

"Er" dirigiert das Schreiorchester.

»Er« dirigiert das Schreiorchester.

Eben habe ich zufällig die DVD des Kurzfilms wiedergefunden, den wir 2007 im Rahmen eines Seminars an der Uni Bielefeld gemacht haben. Streng genommen waren wir, Julia und ich, die beiden Hauptdarsteller, gar nicht Teilnehmer, sondern wurden von Bernadette, mit der wir in diesem Jahr gemeinsam  in der Compagnie Charivari gespielt haben, gefragt, ob wir nicht mitmachen wollen. Das haben wir getan, und es hat sich gelohnt! Was für ein Erlebnis…

Und ich dachte schon, ich hätte die DVD verbummelt. Aber nein. Eben habe ich sie ganz unverhofft wiedergefunden, und natürlich gleich geschaut.

»Trypaphobia« oder Trypa-, bzw. Trypophobie ist, ganz vereinfacht gesagt, eine krankhafte Angst vor Löchern. Das ganze ist natürlich nicht ganz so einfach, man kann sich bei Interesse auf trypophobia.com schlauer machen. Worum es genau geht, kann ich hier aber schlecht erzählen, ohne dem Film die Spannung zu nehmen. Wer ihn sehen will: kein Ding, einfach Bescheid sagen. Ich kann ihn allerdings nicht vervielfältigen oder ins Netz stellen, soviel sei schonmal vorweg gesagt.

Hier sind ein paar Szenenfotos:

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Rezension: Die Bielefeld-Verschwörung

Mittwoch waren wir im Kino, um das für OWL wichtigste Machwerk der letzten 10 Jahre anzuschauen: »Die Bielefeld Verschwörung«. Man möge mir verzeihen, wenn ich den Titel geringfügig abändere und das Deppenleerzeichen entferne.

Mir sind während des Films und danach verschiedene kleine Mini-Zusammenfassungen eingefallen, die den Film schon ganz gut, aber dennoch nicht komplett wiedergeben, so beispielsweise »Der Da Vinci Code von OWL« oder »Die drei männlichen Engel für Wanstohn«. Ich will aber auch keinen kompletten Durchmarsch durch Handlung und Charaktere vornehmen, daher im Folgenden nur mehr ein paar Stichpunkte: Continue reading

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Das echte Ende von »Der Zauberer von Oz« ;)

Ich WUSSTE einfach, dass das Ende im Film iiirgendwie nicht so recht passte. Das hier ist doch viel authentischer :)

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Und es geht doch!

Lange Zeit wurde man mit schlechten Operninszenierungen gequält. Da trägt die Königin der Nacht aus heiterem Himmel quietschgrüne Flokatikleider, Figaro wird trotz beachtlicher Leibesfülle unmotiviert in ein Hawaiihemd gezwängt, oder Wotan kommt mit Aktentasche und Handy daher. Ich habe daher die Hoffnung beinahe schon aufgegeben, eine Inszenierung einer Oper zu finden, die zwar modernisiert, aber das Werk trotzdem sinnig und konsequent inszeniert, so dass die Motivation einer Modernisierung nachzuvollziehen ist.

Und dann stieß ich aus heiterem Himmel auf eine Verfilmung der »Zauberflöte«, die kein Geringerer als Kenneth Branagh geschaffen hat. Und diese Inszenierung schafft es (beinahe noch besser als eine den Szenenangaben entsprechende »klassische« Inszenierung), die Motivation der Charaktere, die dramatischen Konflikte und die sich auseinander ergebenden Konsequenzen gut und stimmig darzustellen. Continue reading

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Lustige Spammails III vs. Loriot

Und noch mal was Loriotbezogenes — man kommt in den heutigen Zeiten anscheinend daran nicht vorbei.

Folgende Spammail habe ich erhalten:

So zeigen die Mercedes-Kreativen eine Vision namens Silverflow, die sich mit Hilfe magnetischer Steuerelemente aus Abermilliarden kleiner Metallpartikel zusammensetzt und jede beliebige Form annehmen kann. Ein Kopfdruck genügt, schon wird aus dem sportlichen Einsitzer ein robuster Geländewagen oder ein praktischer Van. Das ist nach heutigem Stand der Technik zwar unmöglich — wäre jedoch enorm praktisch. Zum Parken zerlegt sich der Silverflow in seine Einzelteile und wird zum Beispiel zu einer silbern schimmernden Pfütze. Falls der Wagen eine Beule bekommt, genügt ein Magnet zur Sofortreparatur.

Da fällt einem doch gleich Loriots Auto-Testbericht ein:

Sie können die Höchstgeschwindigkeit auch in kritischen Situationen voll ausfahren. Bei Aufprall auf harte Gegenstände zerlegt sich das Fahrzeug in aseptische Einzelteile von Erbsengröße. — Eine Probefahrt wird Sie überzeugen.

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Hildegard — ich liebe Sie.

Auch einige Tage nach dem Tod von Evelyn Hamann kann ich es immer noch nicht ganz fassen, dass diese ganz besondere Frau nicht mehr unter uns weilt. Wenn man sie auf dem Bildschirm sieht, meint man, dass so eine Frau gar nicht sterben könne. Eine Ironie des Schicksals, dass genau in der Zeit ihres Todes das »Große Fernseh-Archiv« von Loriot erscheint, in der man sie in so vielen wunderbaren (Neu-)Interpretationen der klassischen Sketche erleben kann. Auch live hat sie immer brilliert, so z. B. bei den »Ehepaar«-Sketchen beim Fest der Berliner Philharmonie, oder in einer Lesung in der DDR (hier gab sie neben ihren bewährten Rollen auch einen der Herren im Bad).

Am tiefsten berührt mich aber das, was Loriot selbst anlässlich des Todes von Evelyn Hamann gesagt hat:

Liebe Evelyn, dein Timing war immer perfekt, aber dieses Mal hast du die Reihenfolge nicht eingehalten – Na warte…

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So hätte »Der Herr der Ringe« enden müssen…

…und das schlimmste daran ist: Beim dritten oder vierten Lesen des Buches hatte ich dieselbe Idee — bevor überhaupt jemand an die Filme gedacht hat…

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Paradoxe Fiktionalität — Endlosschleife?

Sitcoms, Fernsehserien etc. erwähnen ja gerne mal andere Serien, um dem Zuschauer einen aktuellen Realitätsbezug zu geben. Aber wie kann es sein, dass in den »Golden Girls« die Serie »ALF« zitiert wird, und vice versa in einer Folge von »ALF« die »Golden Girls« auf die Schippe genommen werden? Welche Serie ist dann authentischer?

Vielleicht ist es auch einfach zu spät und ich sollte besser einfach ins Bett gehen?

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