Author Archives: Peter Menke

The joys of publishing

Konversation mit dem Editor eines Journals, bei dem wir ein Manuskript einreichen wollen und uns nach der genauen Formatierung erkundigen. Nachdem wir endlich irgendwann tatsächlich ein lange versprochenes LaTeX-Template bekommen haben, verlief unsere Korrespondenz dann sinngemäß wie folgt:

EDITOR: Bitte UNBEDINGT das Stylesheet für unser Journal benutzen, und möglichst nichts manuell ändern.

ICH: Okay, aber dieses Stylesheet formatiert die Überschriften sehr seltsam und fügt ungünstige vertikale Abstände hinzu, so dass manche Textteile sich überlagern, während andere viel zu weit auseinander stehen.

EDITOR: Bitte trotzdem UNBEDINGT das Stylesheet benutzen. Das soll wohl so.

ICH: Ok, noch was: Der gewählte Bibliographiestil formatiert manche Angaben auch sehr seltsam, soll das so sein?

EDITOR: Ja, bitte nichts verändern, sondern einfach bibtex aufrufen.

ICH: Okay.

Nach langer Zeit trudeln dann zwei Reviews ein.

REVIEWER 1: There are several typesetting issues in the manuscript, especially with the section headings. These should be fixed. Also, the citations can be improved by… (etc.)

REVIEWER 2: The manuscript uses a confusing and inconsistent way of displaying the headings. […] Numerous citations are too long – adjust [setting XYZ].

Ich frage mich wirklich, ob solche Sachen nur mir passieren.

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Survey on multimodal corpora and annotation tools

This is an invitation to all linguists and colleagues among my readers to participate in an online survey on multimodal interaction data and related annotation tools.

In my dissertation I analyse and evaluate data models and file formats for multimodal annotations. Since evidence in literature for use cases and user experience stories is scarce, I am conducting a survey to obtain data on the kind of tasks researchers would like to perform on their data sets, and to what extent existing tools and solutions can support them – and in which situations they fall short.

So, if you have worked with multimodal transcription or annotation tools (such as ELAN, Praat, ANVIL, EXMARaLDA, and others) in the past, I kindly ask you to answer some questions regarding your user experience and success in using them.

You can find the online survey here:

http://mmcsurvey.sfb673.org/?qid=6

The survey is presented in English, and every recent version of any internet browser should be able to display it correctly.

Thanks in advance for your information and support!

Best regards,

Peter Menke

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Käsegate?

Als ich gestern in Herford war, kam ich bei einer dort recht beliebten Bäckerei vorbei und sah ein Angebot über sogenannte »vegetarische Käsebrötchen«, für etwa 1,60€ (auf den Cent genau weiß ich es nicht mehr). Dieses Schild stand zwischen denjenigen für Käsebrötchen und Käsestangen, und da diese Filiale Continue reading

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Gem FancyWriter

As a result of DRYing up my existing code, I created a small gem (called FancyWriter) for creating formatted plain-text files. It can indent text passages, prepend them with various comment notations (Ruby-style, C-style, etc.), and it also has basic support for formatting string-separated numeric sequences.

As an example: This code

FancyWriter::FancyIO.new(io) do
  comment '#' do
    line 'This is an example file.'
    line 'These comments explain the contents.'
  end
  line 'config:'
  indent 4 do
    line 'setting:'
    indent 4 do
      line 'some_key: some_value.'
      comment do
        line 'This is an inside comment.'
      end
    end
    line 'data:'
    indent 4 do
      write_enum [1,2,3,4]
      write_enum [5,6,7,8]
    end
  end
end

will produce the following content:

# This is an example file.
# These comments explain the contents.
config:
    setting:
        some_key: some_value.
        # This is an inside comment.
    data:
        1,2,3,4
        5,6,7,8

For more information, visit the project on GitHub.

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Neues aus dem Elfenbeinturm

Auf Fefes Blog bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der sehr schön den Irrsinn zusammenfasst, der entsteht, wenn man es mit der Konstruktion gendergerechter Sprache zu weit treibt. Es geht um diesen Text hier, der so unverständliche Formen wie »dixs Studierxs« einführt, was wie folgt erklärt wird:

Wir* haben uns* für die x-Form entschieden, um Alle anzusprechen, ohne Positionierungen auszuschließen. Das x steht für die Durchkreuzung gegenderter Personenvorstellungen.

Offensichtlich hat keiner daran gedacht, dass Texte sich auch zum Vorlesen eignen sollten. Mir ist jedoch völlig unklar, wie man diese künstlichen Formen aussprechen soll. (Ganz abgesehen davon, dass man, wenn man sie ausspricht, nicht mehr zwischen Singularendungen und Pluralendungen unterscheiden kann, beide lauten dann, so wie ich es mir erschließe, /ks/.)

Was dem Ganzen aber die Krone aufsetzt, ist, dass sich der Text auch in starkem Maße für Behinderte einsetzt, indem auch solche inzwischen feststehenden, semantisch ausgeblichenen Konstrukte wie »Begriff« markiert werden, um keine Personen auszugrenzen, denen eine bestimmte Handlung (in diesem Fall greifen) nicht möglich ist. Das ganze wird dann als »Be_griff« notiert. Hier wird völlig ignoriert, dass die meisten dieser Konstrukte inzwischen zu vollkommen eigenständigen Wörtern geworden sind, deren Bedeutung sich eben nicht mehr kompositional erklären lässt. Aber das nur am Rande.

Was ich mich vielmehr frage, ist: Wenn man sich so stark für die Gleichbehandlung und Entdiskriminierung von Behinderten einsetzt: Wie soll dann ein Screenreader, auf den ja viele sehbehinderte Personen angewiesen sind,  solch völlig an den Haaren herbeigezogenen Konstruktionen wie »dixs Studierxs« aussprechen? Das ist doch wieder mal ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man sich so dermaßen in seinen Ideologien verrennen kann, dass man den Bezug zur Realität völlig aus den Augen verliert. Oh, Verzeihung… Der Phraseologismus »aus den Augen verlieren« ist dann wohl augentechnisch auch fehl am Platz, habe ich Recht?

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Einzelhandel, warum?

Ich bin ja eigentlich dafür, dem Einzelhandel vor Großanbietern wie amazon den Vorzug zu geben. Aber dann erwarte ich auch zumindest eine Spur von Wertschätzung dem Kunden gegenüber. Wenn ich aber in der Vorweihnachtszeit in ein großes Kaufhaus gehe, und sehe, dass dort nur zwei von vier Kassen offen sind, und ich zudem noch drei freie Mitarbeiterinnen im hinteren Kassenbereich sehe, die sehr langsam irgendwelche Etiketten irgendwodrauf kleben und sich hämisch die immer länger werdenden Kundenschlangen ansehen, dann frage ich mich, was das für eine Einstellung dem Kunden gegenüber ist. Die beiden Damen an den offenen Kassen waren zudem eh schon total genervt und schnaubten verächtlich, wenn die Kunden ihnen Kleinkram hingelegt haben, den sie dann in Papier einwickeln mussten. Genauso, wenn (oh nein wie frech!) der Kunde kein einzelnes Centstück hatte, und man (so eine Frechheit!) sich eine Rolle mit Centstücken besorgen gehen musste. Daran ist natürlich nur die lange Kundenschlange schuld.

Nein, also ehrlich: Nächstes Jahr bestelle ich wieder im Netz, ich sehe nicht ein, dass ich mir Stress mache und mich mies behandeln lassen muss.

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Frohe Feiertage!

Constraint Christmas TreeMit diesem hübschen Weihnachtsbaum aus meiner kürzlich abgegebenen Dissertation wünsche ich jetzt schon mal allen Leserinnen und Lesern ein paar erholsame, besinnliche und schöne Feiertage, und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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Kulinaria

So, gleich gibt es Variationen vom Stäbchenfisch auf einem Bett aus Épinard à la Crème, an einem Arrangement aus Pommes Juliennes. Ein Gedicht!

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Awkward Denglisch

Es gibt also an der Universität Bielefeld einen sogenannten »Bielefelder Poet in Residence«. Wirklich? Muss das so heißen? »Bielefelder Poet in Residence«? Hätte man nicht wenigstens einen Namen finden können, der nur in Deutsch oder gern auch nur in Englisch gehalten ist? Wenigstens doch ein Bildungsinstitut sollte dazu in der Lage sein. (Wenngleich es ja schon selbst seine Studierenden nicht mehr sind…)

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For what we thought was lost at last is found

Und es ist doch noch passiert. Nach über zwei Jahren bin ich durch puren Zufall in der Bib auf ein Buch gestoßen, in dem etwas steht, was ich gesucht habe. Aus dem Augenwinkel fiel mir nur der Buchrücken auf, und nicht einmal der Titel ließ erahnen, was darin zu finden sein würde (denn der Titel hat imho mit dem Inhalt nichts zu tun).

Ein gutes Gefühl, dass man endlich mal Tacheles reden und sagen kann: »X hat in ihrem Werk ein Y vorgestellt«, statt zu spekulieren, dass wohl höchstwahrscheinlich irgend jemand mal etwas von einem Y erwähnt hat, ohne konkrete Belege geben zu können.

Ich sollte öfter in die Bib gehen, spontan Bücher an randomisiert ausgewählten Stellen aus dem Regal ziehen und zitieren 😉

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