Paradoxa des Alltags: Knubbel im Saitling

Würstchen sind schon eine komische Sache. Niemand außer Fleischern weiß so wirklich, was drin ist, und was damit vom Tier bis zum Brät so alles passiert. Und auch der Saitling ist eigentlich etwas, bei dem man sich mehrmals überlegt, ob man es wirklich essen will, sobald man genauer nachliest, was es wirklich ist.

Es gäbe also Gründe genug, diese Dinger nicht zu verzehren. Trotzdem esse ich Wiener Würstchen und Bockwürste immer wieder gern mit großem Appetit — allerdings nur genau bis zu dem Zeitpunkt, wo ich so einen komischen Knubbel entdecke, der seitlich aus dem offensichtlich aufgerissenen Darm herausgequollen und beim Garvorgang leicht hart geworden ist. Genau ab dieser Entdeckung habe ich kaum noch Appetit auf diese Dinger, obwohl das Zeug im Knubbel ja nichts anderes ist als das, was in der Wurst ist.

Ist das nicht seltsam, dass man diese Dinger trotz besseren Wissens ohne Bedenken isst, und dann erst von solch einer Belanglosigkeit davon abgehalten wird?

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