Israel Kamafjallajökull

Da war es schon wieder im Radio. Dieses nervige Lied. Es ist mir immer noch unbegreiflich, wie dieses doch recht seichte Cover-Gedudel von »Over the Rainbow« (mit Ausflügen in die »What a Wonderful World«) in die Charts kommen konnte. Am schlimmsten finde ich aber, dass der Sänger, dessen Namen ich mir ebensowenig merken kann wie den von diesem isländischen Vulkan (mögen sie beide in Frieden ruhen) chaotisch, dafür aber um so hartnäckiger die Strophen neu zusammensetzt und somit erstens ihren Sinn zerstört und zweitens sogar syntaktisch falsche Sätze konstruiert, in denen offensichtlich so wichtige Dinge wie das Verb fehlen, oder die (wie bei »Human« von den Killers) einfach mal munter Singular und Plural vertauschen:

Somewhere over the rainbow
Way up high
There’s a land that I heard of And the dreams that you dreamed of
Once in a lullaby

oder

Somewhere over the rainbow
Skies are blue Way up high
And the dreams that you dare to dream
Really to come true. Why, oh why can’t I?

Warum? Das irritiert fürchterlich beim Zuhören, und man kann einfach nicht verstehen, warum es diese offensichtlichen Fehler in die Aufnahme geschafft haben. Mir kommt es so vor, als hätte Herr Kamakawiwoʻole den Text nicht so ganz draufgehabt — im Sinne von Auswendig-Wissen ebenso wie im Sinne von Verständnis, denn solche Fehler können kaum passieren, wenn man weiß, wovon man singt. Schon echt seltsam, dass der Song es dennoch so weit gebracht hat. Ich frage mich, was Judy Garland gedacht hätte, wenn sie diese Version gehört hätte. Nein nein, manchmal ist eben doch das Original die beste Version:

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