Monthly Archives: Mai 2007

Stilblüten

Soeben beim Aufräumen des Bücherregals gefunden: Ein paar nette Stilblüten aus Schüleraufsätzen — schon älter, aber trotzdem immer noch recht unterhaltsam.

  • »Unsere jüngste Tante studiert jetzt Ökotropsie; das heißt, sie lernt, wie man ein Haus hält.«
  • »Meine Schwester hat jetzt endlich ihren längsten Verehrer geheiratet.«
  • »Am Wandertag mußten wir uns um acht Uhr am Bahnhof versammeln. Ich kam etwas eher und versammelte mich deshalb schon früher.«
  • »Letztes Jahr hatten wir unseren Klassenleiter, Herrn Roidermeier, fast ein ganzes Jahr nicht: Erst wurde er operiert, dann ging er auf Kur, und dann bekam er noch einen Verwesungsurlaub.«
  • Über Schillers »Maria Stuart«: »Im letzten Akt erleichtert sich Maria so gründlich, daß nichts mehr in ihrem Innern ist, was ihr weh tun kann.«
  • »Nachdem Parzival auf der Gralsburg angekommen war und viel gegessen hatte, ging er mit seinem Pferd ins Bett.«
  • Fast schon philosophisch: »Unser Wohnzimmer könnte größer sein, wenn es länger, breiter oder höher wäre.«
  • »Bischof Wulfila war der Sohn eines Westgoten und die Tochter einer Griechin.«
  • »Die Periode der Königin Elisabeth […] dauerte über 30 Jahre.«
  • »Die Ritter waren oft weg auf Kreuzzügen, und die Burgfräuleins standen vor den leeren Burgen und warteten auf ausgezogene Männer.«

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Paradoxe Fiktionalität — Endlosschleife?

Sitcoms, Fernsehserien etc. erwähnen ja gerne mal andere Serien, um dem Zuschauer einen aktuellen Realitätsbezug zu geben. Aber wie kann es sein, dass in den »Golden Girls« die Serie »ALF« zitiert wird, und vice versa in einer Folge von »ALF« die »Golden Girls« auf die Schippe genommen werden? Welche Serie ist dann authentischer?

Vielleicht ist es auch einfach zu spät und ich sollte besser einfach ins Bett gehen?

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